Rückschlag für Schachclub Waldsassen

15.01.2017

Empfindlicher Rückschlag für den Schachclub Waldsassen: Nach über vierstündigem Kampf mussten die Klosterstädter am Sonntag am fünften Spieltag der Bezirksoberliga Oberfranken gegen die erste Mannschaft des SK Michelau eine deutliche 2,5:5,5‐Auswärtsniederlage hinnehmen. Damit liegt der Schachclub mit 3:7 Punkten bei 16:24 Brettpunkten zwar nach wie vor auf dem siebten Tabellenplatz der Bezirksoberliga Oberfranken, allerdings wird die Luft im Abstiegskampf zusehends dünner. Das nächste Spiel gegen den am achten Platz rangierenden SV Seubelsdorf hat damit fast schon vorentscheidenden Charakter.

Der Schachclub musste im Auswärtsspiel beim unmittelbaren Tabellennachbarn vom SK Michelau mit Claus Braunschläger und Georg Wurzer gleich auf zwei bewährte Stammkräfte verzichten. Angesichts der brisanten Tabellenkonstellation war man sich in beiden Lagern bewusst, dass die Begegnung richtungsweisenden Charakter haben würde. Dementsprechend agierten die Spieler beider Mannschaften von Beginn an hoch konzentriert und es entwickelten sich verbissene Positionskämpfe an den einzelnen Brettern. Den ersten Teilerfolg des Tages vermeldete nach ca. zweistündiger Spielzeit Michael Schmid, der sich mit seinem Kontrahenten am Spitzenbrett nach einer abwechslungsreichen Partie in ausgeglichener Position auf Remis geeinigt hatte. Doch schon bald deutete sich bei einem Blick auf die einzelnen Bretter an, dass die Gastgeber aus dem Lichtenfelser Land einfach die bessere Tagesform erwischt hatten. So musste Vladimir Stech seine Partie an Brett vier mit Bauernnachteil im Endspiel in aussichtsloser Position aufgeben. Kurze Zeit später musste auch Altmeister Zdenek Skokan, der im Verlauf seiner Partie an Brett zwei mehr und mehr unter Druck geraten war, die Waffen strecken. Somit lagen die Stiftländer nach drei absolvierten Partien bereits mit 0,5:2,5 in Rückstand und auch an den übrigen Brettern zeichnete sich bereits weiteres Unheil für den Schachclub ab. Zwar wehrten sich die Waldassener nach allen Regeln der Kunst, doch die Oberfranken warfen all ihre Erfahrung in die Waagschale und nutzten die erspielten Stellungsvorteile zum sukzessiven Ausbau ihrer Führung. So mussten nach über dreistündiger Spielzeit in kurzen Zeitabständen zunächst Siegfried Oppl an Brett drei und dann auch Markus Fröhlich an Brett fünf ihre Partien in jeweils aussichtslosen Stellungen aufgeben. Damit war beim Zwischenstand von 0,5:4,5 die Entscheidung in dieser Begegnung bereits gefallen. In den drei verbliebenen Partien des Tages, die lediglich mehr ergebniskosmetischen Charakter hatten, schafften Neuzugang Zdenek Burc an Brett sieben und Matthias Vogl an Brett acht zumindest noch zwei Teilerfolge. Den einzigen Erfolg des Tages für die Klosterstädter errang schließlich Uwe Braunschläger, der eine Schwäche in der Bauernformation seines Kontrahenten zunächst zum Bauern‐ und schließlich zum Partiengewinn nutzte.

Damit war die angesichts der Tabellenkonstellation sehr bittere dritte Saisonniederlage der Stiftländer perfekt. Der nächsten Begegnung gegen den unmittelbaren Konkurrenten vom SV Seubelsdorf kommt im Kampf gegen den Abstieg somit immense Bedeutung zu.

Schachclub Waldsassen von 1985