Erneute Niederlage für Schachclub Waldsassen

19.02.2017

Erneuter Rückschlag für den Schachclub Waldsassen: Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen den SK Michelau und den SV Seubelsdorf mussten die Stiftländer am Sonntag nach fast fünf Stunden Spielzeit und trotz bravourösem Kampf eine knappe 3,5:4,5‐Auswärtsniederlage beim Aufstiegskandidaten TSV Kirchenlaibach hinnehmen. Damit liegen die Waldsassener nach sieben Spieltagen mit einem Punktekonto von 3:11 bei 21:35 Brettpunkten auf dem neunten und damit vorletzten Tabellenplatz der Bezirksoberliga Oberfranken. In vier Wochen muss man nun versuchen, im Heimspiel gegen den SC Höchstadt/Aisch die zumindest noch theoretische Möglichkeit auf den Klassenerhalt zu wahren.

Der Schachclub trat die Reise in das Bayreuther Land mit lediglich gedämpften Erwartungen an, musste man die Begegnung doch krankheitsbedingt mit nur sieben Spielern bestreiten. Vor diesem Hintergrund gingen die als Aufstiegskandidat gehandelten Kirchenlaibacher als klarer Favorit in das Aufeinandertreffen mit den Stiftländern. Der Bedeutung der Begegnung angemessen agierten die Spieler beider Mannschaften von Beginn an hoch konzentriert, wobei die Waldsassener aufgrund des Rückstands etwas mehr Risiko gehen mussten. Nach knapp zweistündiger Spielzeit einigten sich zunächst Siegfried Oppl an Brett drei und kurze Zeit später auch Michael Schmid an Brett eins mit ihren Kontrahenten in jeweils ausgeglichenen Positionen auf Remis. Wenige Augenblicke später setzte es jedoch den nächsten Nackenschlag für den Schachclub. Matthias Vogl war von Beginn seiner Partie an Brett sieben in Stellungsnachteil geraten und musste nach dem Verlust einer Leichtfigur seine Partie schließlich aufgeben. Doch noch hatten sich die Stiftländer nicht aufgegeben und schlugen fast postwendend zurück. Altmeister Zdenek Skokan behielt in einem zähen Positionsringen mit seinem Gegenüber an Brett zwei die Übersicht und nutzte einen Stellungsvorteil in gekonnter Art und Weise zum Partieerfolg. Uwe Braunschläger einigte sich dann nach über dreistündiger Spielzeit mit Bauernvorteil, allerdings schwierig zu überblickender Stellung in einem Damenendspiel auf Remis. Damit stand es nach sechs der acht zu absolvierenden Partien 2,5:3,5, noch schien zumindest theoretisch ein Punktgewinn als machbar, allerdings verhießen die Stellungen an den beiden verbliebenen Spielbrettern nichts Gutes für den Schachclub. Doch die Stiftländer kämpften unbeirrt weiter und wurden nach über vierstündiger Spielzeit tatsächlich mit dem Ausgleich belohnt. Markus Fröhlich profitierte in seiner Partie an Brett fünf in nahezu aussichtsloser Position von einer groben Unachtsamkeit seines Gegenübers und zwang diesen nach Turmgewinn zur Aufgabe. Doch leider war die Hoffnung lediglich von kurzer Dauer, musste doch in der letzten Partie des Tages Vladimir Stech an Brett vier in aussichtsloser Stellung mit Bauernnachteil im Turmendspiel aufgeben. Damit wurde die angesichts der schwierigen Ausgangsposition bravouröse kämpferische Leistung der Waldassener am Ende leider nicht belohnt. Im nächsten Spiel in vier Wochen gegen den SC Höchstadt/Aisch gilt es nun, nochmals alle Kräfte im Abstiegskampf zu mobilisieren.

Lehrgeld musste die neu formierte zweite Mannschaft des Schachclubs bezahlen. Nachdem das Nachwuchsteam die ersten beiden Saisonspiele in der B‐Klasse Marktredwitz/Stiftland noch erfolgreich bestreiten konnte, setzte es am dritten Spieltag gegen den Tabellenführer SF Witzlasreuth eine glatte 0:4‐Niederlage. Zwar wehrten sich die angetretenen Spieler Roman Leiß, Lucius Hertel, Fabian Forster und Alexander Stich nach besten Kräften, mussten aber schließlich die Überlegenheit der durchwegs erfahrenen Kontrahenten anerkennen.

Schachclub Waldsassen von 1985