Fünftes internationales Blitzschachturnier in Waldsassen

11.08.2002

Der SC Waldsassen veranstaltet im September sein internationales Blitzturnier. Los geht's am 14. September um 10:00 Uhr im katholischen Jugenheim in Waldsassen. Dort können sich dann alle Schachspieler rechtzeitig zum Saisonbeginn im Blitzschach messen. Natürlich sind aber auch alle Schachfreunde eingeladen, die keinem Verein angehören. Die Details des Turniers (Einladung als pdf) sind:

Fünftes internationales Blitzschachturnier des Schachclubs Waldsassen 1985
Termin:Samstag, 14. September 2002, 10.00 Uhr
Ort:Katholisches Jugendheim Waldsassen
Kolpingstraße
Startgeld:5 € Erwachsene, 3 € Jugendliche
Preise:100% Ausschüttung des Startgeldes
sowie weitere zahlreiche Sachpreise
Spielmodus:5-Minuten-Blitz, Vorrunde/Finalrunde
Maximale Teilnehmerzahl: 60
Anmeldung:Schriftlich oder telefonisch mit Angabe von Namen, Verein und DWZ (ELO) bei:
Robert Ehrmann
Mitterteicher Straße 5
95652 Waldsassen
Telefon 0172/8143685
Email: Ehrmann.Waldsassen@t-online.de
Nachmeldung am Spieltag bis 9.30 Uhr
Startgeldeinzahlung:Kreis- und Stadtsparkasse Waldsassen, Kto.-Nr.: 801 203 471, BLZ 781 515 10
Wir laden alle Schachfreunde herzlich zu unserem Turnier ein.

Fünftes internationales Blitzschachturnier des Schachclub Waldsassen

14.09.2002

Turnier 2002

Herausragender Schachsport wurde beim fünften internationalen Blitzschachturnier des Schachclub Waldsassen am vergangenen Samstag im Katholischen Jugendheim in Waldsassen geboten. Nach dreijähriger Pause hatte die Veranstaltung auch in diesem Jahr seine Anziehungskraft nicht verfehlt: 34 Teilnehmer waren aus Prag, Karlsbad, Sokolov, Kulmbach, Bindlach, Marktredwitz, Erbendorf, Thiersheim, Wiesau und Mitterteich angereist und kämpften verbissen um die ausgelobten Geld- und Sachpreise. Am Ende setzten sich verdientermaßen Franz Hosticka aus Prag sowie Bertram Spitzl und Johannes Rüttinger vom TSV Bindlach als die drei besten Spieler des Turniers durch.

Die Veranstaltung wurde vom Schirmherrn, dem Bürgermeister der Stadt Waldsassen Herbert Hahn, eröffnet. In seiner Begrüßung hob Hahn den internationalen Charakter dieses nun zum fünften Mal ausgetragenen Schachturniers hervor, welche durch die Teilnahme vieler hochkarätiger Spieler aus dem Nachbarland Tschechien einen besonderen grenzüberschreitenden Wert bekommen habe. Zur finanziellen Unterstützung des Turniers überreichte Hahn dem Vorsitzenden des Schachclubs, Matthias Vogl, eine Geldspende.

Nachdem der Schirmherr die Bretter freigegeben hatte, wurde es still im Großen Saal des Jugendheims, lediglich das Klicken der Schachuhren war zu hören. Es wartete ein wahrer Schachmarathon auf die Teilnehmer: 28 Runden Blitzschach, jede Partie maximal zehn Minuten, waren zu absolvieren. Zunächst mussten sich die Spieler in drei Vorrundengruppen für die Finalrunde A oder B qualifizieren. Um die Spieler immer über die aktuelle Situation zu informieren, wurde mit Hilfe eines Computers und eines Projektors der neueste Tabellenstand auf eine große Leinwand projiziert. Mit großem Ehrgeiz kämpften die Teilnehmer um einen der ersten sechs Plätze in ihrer Gruppe, welche zur Teilnahme an der Finalrunde A berechtigten. Bis zur Mittagspause hatten sich die Besten herauskristallisiert. Erfreulicherweise befanden sich darunter mit Claus Braunschläger und Pavel Vitak auch zwei Spieler des Schachclub Waldsassen.

F. Hosticka gegen Ch. Wutz

In den beiden Finalrunden mussten dann die Entscheidungen fallen. Und diese Ausgangskonstellation sollte Schachpartien auf sehr hohem Niveau garantieren. In der Finalrunde A, in der 18 Teilnehmer um die Siegertrophäen spielten, spitzte sich die Lage von Runde zu Runde immer mehr zu. Nachdem zwischenzeitlich der für Waldsassen spielende Pavel Vitak an der Spitze gelegen hatte, setzten sich zum Ende die drei Turnierfavoriten Bertram Spitzl, Johannes Rüttinger und der Tscheche Franz Hosticka mehr und mehr vom Feld ab, wobei Hosticka vor der letzten Runde bei einem Punkt Vorsprung schon wie der sichere Sieger aussah. Doch nachdem der Tscheche sein letztes Spiel gegen den jungen Wutz aus Erbendorf völlig überraschend verloren geben musste, während die beiden Mitbewerber ihre Partien souverän gewannen, kam es zum Patt: Alle drei kamen punktgleich über den Zielstrich, auch der direkte Vergleich hatte unentschieden geendet. Somit mussten Stichkämpfe für die Entscheidung sorgen - die Spannung erreichte ihren Kulminationspunkt. Bertram Spitzl, der das erste Entscheidungsspiel gegen Johannes Rüttinger durch Matt gewonnen hatte, stand auch im zweiten Stichkampf gegen Hosticka mit Figurenvorteil klar auf Gewinn und hatte den Turniersieg schon zum Greifen nah. Doch er konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen: Durch eine grobe Unachtsamkeit verlor er einen Turm und kurz darauf die gesamte Partie. Als dann Rüttinger wiederum Hosticka geschlagen hatte, endete das Stechen um den Turniersieg wie das Hornberger Schießen: Wieder lagen alle drei Spieler gleichauf. In dieser Situation entschieden sich die Veranstalter nach Rücksprache mit den Beteiligten, die drei Kontrahenten gemeinsam zum Sieger des fünften Blitzschachturniers in Waldsassen zu erklären - ein Novum. Auf den Plätzen folgten Pavel Vitak (Waldsassen), Christoph Wutz (Erbendorf) und Miroslav Haspl (Prag). Claus Braunschläger (Waldsassen) landete auf Platz zwölf.

Auch in der Finalrunde B lieferten sich die übrigen 16 Teilnehmer spannende Wettkämpfe. Letztendlich konnte sich hier der Tscheche Jiri Sulc vor seinem Landsmann Zdenek Rangl und Robert Ambros durchsetzen, Uwe Braunschläger belegte den siebten Rang.

Vor der Siegerehrung bedankte sich der Turnierleiter Robert Ehrmann bei den Spielern für den fairen und hochklassigen Wettstreit. Anschließend überreichte er den ersten Drei die Siegerpokale und Geldpreise. Während der Sieger der Finalrunde B, Jiri Sulc, ebenfalls einen Geldpreis überreicht bekam, erhielten alle anderen Teilnehmer Sachpreise.

Toller Saisonauftakt für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau

29.09.2002

Paukenschlag zum Saisonauftakt: Mit einem unerwartet hohen 7:1-Kantersieg beim stark eingeschätzten SK Michelau 1894 startete die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau am vergangenen Sonntag in die neue Saison der Bezirksliga I Oberfranken. Damit stehen die Oberpfälzer in ihrem zweiten Jahr in der Bezirksliga I gleich zu Saisonbeginn an der Tabellenspitze. Was dieser Sieg wert war, wird man frühestens am nächsten Spieltag in drei Wochen beim Aufeinandertreffen gegen den SC Bamberg abschätzen können.

Die Stiftländer gingen mit gehörigem Respekt in das erste Saisonspiel, hatten sie doch im vergangenen Jahr erhebliche Probleme mit dem spielstarken Team aus Michelau gehabt. Entsprechend konzentriert legte die Spielgemeinschaft los. Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei ließ in einer glänzend geführten Partie wieder einmal seine Klasse aufblitzen und brachte die Stiftländer mit einem souverän herausgespielten Sieg mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später erhöhte Georg Wurzer an Brett fünf nach einem beherzten Bauernangriff auf die Königsstellung seines Kontrahenten auf 2:0. Diese zwei schnellen Siege schienen die Spieler weiter zu beflügeln. Claus Braunschläger an Brett drei konnte sich nach einer fragwürdigen Eröffnungsvariante aus seiner misslichen Situation befreien und führte seine Partie nach einer Unachtsamkeit seines Gegenübers doch noch zum verdienten Erfolg - 3:0. Auch Siegfried Oppl an Brett sechs nutzte die Gunst der Stunde und konnte seine zwei Jahre andauernde Durststrecke ohne Matchgewinn durch einen Fehler seines Kontrahenten in höchster Zeitnot beenden. Michael Schmid an Brett vier lieferte sich mit seinem Gegner einen packenden Kampf, geriet jedoch mehr und mehr in Positionsnachteil und musste schließlich in aussichtsloser Position die Waffen strecken. Doch die Stiftländer fanden postwendend in die Erfolgsspur zurück. Uwe Braunschläger an Brett acht baute mit schwarzen Steinen eine starke Druckstellung auf und nutzte einen Fehler seines Gegenübers zum Figuren- und späteren Partiengewinn. Mit dem Zwischenstand von 5:1 war damit die Begegnung bereits zugunsten der Spielgemeinschaft entschieden. Doch Pavel Vitak und Markus Fröhlich wollten ihren Teamkameraden nicht nachstehen und wurden für ihre bis zum Schluss konzentrierte Spielweise durch jeweils sehenswert herausgespielte Erfolge belohnt. Mit diesem 7:1-Erfolg feierten die Stiftländer den höchsten Sieg ihrer Zugehörigkeit zur Bezirksliga I Oberfranken und setzten damit gleich zum Saisonstart ein Ausrufezeichen in der Liga.

Die zweite Mannschaft gibt ihr Saisondebüt in der A-Klasse Marktredwitz am kommenden Samstag beim FC Marktleuthen III.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau weiter auf Erfolgskurs

20.10.2002

Im ersten Heimspiel der neuen Saison überzeugte die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau abermals mit einem deutlichen 5,5:2,5-Sieg gegen die dritte Mannschaft des SC Bamberg 1868. Damit stehen die Oberpfälzer nach zwei Spieltagen mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze der Bezirksliga I Oberfranken. Auch die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft ließ beim Saisonauftakt der A-Klasse Marktredwitz mit einem souverän herausgespielten 6,5:1,5-Auswärtssieg bei der dritten Mannschaft des FC Marktleuthen aufhorchen.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen nach dem tollen Saisonauftakt mit dem 7:1-Auswärtserfolg beim SK Michelau äußerst konzentriert in die Begegnung gegen die erfahrene Truppe des SC Bamberg 1868. Das Aufeinandertreffen war zu Beginn durch einen sehr ausgeglichenen Verlauf geprägt. Folgerichtig waren zunächst einige Partien mit Remisausgang zu verzeichnen. So einigten sich nacheinander Georg Wurzer, Michael Schmid, Siegfried Oppl, Claus Braunschläger und Horst Vogl mit ihren Gegenübern in jeweils ausgeglichenen Stellungstypen auf Remis. Somit stand es nach Beendigung der ersten fünf Partien 2,5:2,5 - es schien sich ein knapper Spielausgang abzuzeichnen. Doch die Stiftländer ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und schlugen im Stile einer Spitzenmannschaft in der entscheidenden Phase der Begegnung eiskalt zu. Pavel Vitak am Spitzenbrett hatte seinen Kontrahenten im Verlauf der Partie durch seine druckvolle Spielweise systematisch geschwächt und nutzte schließlich seinen Stellungsvorteil eindrucksvoll zum Sieg -3,5:2,5 für die Spielgemeinschaft. Und die Stiftländer legten entscheidend nach. Der derzeit in blendender Form spielende Markus Fröhlich an Brett sieben hatte sich durch zwei offenen Turmlinien auf die Königsstellung seines Gegners eine starke Stellung erspielt, die er durch eine geschickte Kombination zum Erfolg nutzte - damit war der Mannschaftserfolg bereits perfekt. Der Sieg wurde dann noch durch den Erfolg von Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei abgerundet, der mit all seiner Erfahrung eine Unachtsamkeit seines Kontrahenten in höchster Zeitnot nervenstark zum Sieg nutzte. Als Tabellenführer können die Stiftländer nun mit großem Selbstvertrauen zu ihrem nächsten Auswärtsspiel beim TV Hallstadt antreten.

Die zweite Mannschaft feierte im ersten Spiel der A-Klasse Marktredwitz mit dem 6,5:1,5-Kantersieg beim FC Marktleuthen III ebenfalls einen verheissungsvollen Saisonauftakt. Hierbei konnten Markus Fröhlich, Horst Vogl, Robert Wiesend, Markus Zielinski und Thomas Färber ihre Partien erfolgreich gestalten. Während Max Seebauer kampflos gewann und Matthias Vogl einen Teilerfolg errang, musste Jürgen Braunschläger seine Partie aufgeben. Die Mannschaft will nun natürlich beim nächsten Spiel am nächsten Samstag in Selb entsprechend nachlegen.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau bleibt Tabellenführer

10.11.2002

Die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau bleibt auf Erfolgskurs: Durch einen deutlichen 5,5:2,5-Auswärtssieg beim TV 1890 Hallstadt untermauerten die Stiftländer eindrucksvoll ihre derzeit glänzende Spiellaune und führen mit nunmehr 6:0 Punkten bei 18:6 Brettpunkten weiterhin die Tabelle der Bezirksliga I Oberfranken an. Erfreuliches auch von der zweiten Mannschaft: Mit einem 7:1-Kantersieg in Selb schaffte man am zweiten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen mit gehörigem Respekt in die Begegnung gegen die erfahrene Truppe des TV 1890 Hallstadt, hatte man doch im Vorjahr lediglich ein Unentschieden bei den Bamberger Vorstädtern erzielen können. Das Aufeinandertreffen war zunächst durch einen sehr ausgeglichenen Verlauf geprägt. Uwe Braunschläger an Brett acht einigte sich nach einem schnellen Figurenabtausch in einem schwierig einzuschätzenden Damenendspiel auf Remis. Kurz darauf gab auch Horst Vogl an Brett sieben seine Partie nach einem vorsichtigen Abtasten in ausgeglichener Position Remis. Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei fand trotz einer leicht überlegenen Stellung nicht den Schlüssel zum Erfolg und remisierte ebenfalls. Dann endlich die erste Erfolgsmeldung für die Stiftländer: Pavel Vitak am Spitzenbrett überzeugte einmal mehr durch seine druckvolle Spielweise und zwang seinen Gegenüber durch einen Figurengewinn zur Aufgabe - 2,5:1,5 für die Spielgemeinschaft. Und wie schon so oft sollte durch die erste Gewinnpartie der Oberpfälzer der Knoten platzen: Claus Braunschläger an Brett drei drängte seinen Kontrahenten nach einer gelungenen Eröffnungsvariante mehr und mehr in die Defensive und nutze schließlich seinen Stellungsvorteil durch eine sehenswerte Kombination zum Sieg: 3,5:1,5. Siegfried Oppl an Brett fünf war es dann vorbehalten, durch einen souverän herausgespielten Erfolg infolge eines Figurengewinns den Mannschaftssieg der Spielgemeinschaft sicherzustellen. Die beiden noch ausstehenden Partien von Georg Wurzer und Markus Fröhlich endeten jeweils Remis, nachdem sich beide aus brenzligen Situationen befreien konnten. Durch diesen erneut deutlichen Auswärtserfolg gehen die Stiftländer als Tabellenführer und mit gestärktem Selbstvertrauen in die nächste Begegnung in zwei Wochen gegen die SG Sonneberg.

Die zweite Mannschaft überraschte auch in ihrem zweiten Spiel in der A-Klasse Marktredwitz mit einem 7:1-Kantersieg in Selb, womit das Team mit 4:0 Punkten bei bemerkenswerten 13,5:2,5 Brettpunkten erstmalig die Tabellenführung in der A-Klasse übernahm. Für die Gewinnpunkte in Selb sorgten Jürgen Braunschläger, Robert Wiesend, Max Seebauer, Matthias Vogl, Claus Jäger und erstmals auch Frank Schiller. Markus Fröhlich und Anton Krapf erzielten Teilerfolge. In ihrem nächsten Aufeinandertreffen am kommenden Samstag gegen die sehr starke zweite Mannschaft des SV Thiersheim wird sich allerdings erst zeigen, was die bisherigen Erfolge wert waren.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau bleibt Tabellenführer

24.11.2002

Die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau geht als Tabellenführer in die Weihnachtspause der Bezirksliga I Oberfranken. Durch ein schwer erkämpftes 4:4-Unentschieden gegen den Tabellenzweiten SG 1951 Sonneberg bleiben die Stiftländer weiterhin ungeschlagen bei nunmehr zu Buche stehenden 7:1 Punkten sowie 22:10 Brettpunkten. Dagegen musste die zweite Mannschaft bereits am vorvergangenen Samstag mit der 3:5-Heimschlappe gegen die zweite Mannschaft des SV Thiersheim die erste Saisonniederlage in der A-Klasse Marktredwitz hinnehmen.

Für die Spieler der ersten Mannschaft galt es, im ersten richtigen Härtetest der Saison gegen die überraschend gut gestartete SG 1951 Sonneberg zu bestehen. Und die Gäste aus Südthüringen sollten im Verlauf der Begegnung beweisen, dass sie als Liganeuling nicht zu Unrecht an zweiter Stelle der Bezirksliga I Oberfranken stehen. Horst Vogl an Brett sieben, der kurzfristig für den verhinderten Georg Wurzer eingesprungen war, einigte sich in einer französischen Eröffnungsvariante relativ schnell auf Remis. Claus Braunschläger an Brett drei überzeugte einmal mehr durch seine druckvolle Spielweise, mit der er seinen Kontrahenten systematisch schwächte und schließlich zur Aufgabe zwang - die Spielgemeinschaft lag erstmals in Führung. Doch die Thüringer schlugen postwendend zurück: Siegfried Oppl an Brett fünf beging einen groben Leichtsinnsfehler und gab beim drohenden Verlust zweier Figuren sofort auf: es stand 1,5:1,5. Uwe Braunschläger an Brett acht führte einen zähen Stellungskampf, konnte jedoch die Bauernstruktur seines Gegners im Lauf der Partie entscheidend schwächen und diesen Vorteil zum Sieg nutzen - 2,5:1,5 für die Oberpfälzer. Kurz darauf einigten sich sowohl Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei als auch Markus Fröhlich an Brett sechs in jeweils ausgeglichenen Stellungstypen auf Remis. Beim Zwischenstand von 3,5:2,5 für die Spielgemeinschaft mussten die beiden letzten Partien des Tages entscheiden. Michael Schmid an Brett vier hatte in einem Endspiel mit Dame gegen zwei Türme eine sehr schwierige Stellung auf dem Brett und einigte sich schließlich mannschaftsdienlich auf Remis. Es kam wieder einmal auf Pavel Vitak am Spitzenbrett an. Doch der sonst so zuverlässig spielende Vitak leistete sich in höchster Zeitnot eine Ungenauigkeit, die sein Kontrahent eiskalt ausnutzte und die Partie nach fast sechsstündiger Spielzeit gekonnt zum Sieg führte. Damit war das Unentschieden perfekt. Insgesamt können die Stiftländer auf eine gelungene erste Halbserie zurückblicken und als Tabellenführer der Bezirksliga I Oberfranken im neuen Jahr vielleicht sogar in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen.

Die zweite Mannschaft musste in ihrem dritten Saisonspiel in der A-Klasse Marktredwitz mit dem 3:5 gegen die sehr starke zweite Mannschaft des SV Thiersheim erwartungsgemäß die erste Saisonniederlage hinnehmen. Für die Gewinnpunkte sorgten Markus Fröhlich und Max Seebauer, Teilerfolge gelangen Robert Wiesend und Roman Leiß. Matthias Vogl, Markus Zielinski, Claus Jäger und Robert Ehrmann mussten ihre Partien jeweils aufgeben. Das Team bestreitet am kommenden Samstag sein letztes Spiel vor der Weihnachtspause gegen die SG Tröstau/Mehlmeisel.

Deutliche Niederlage für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau

12.01.2003

Verunglückter Start in das neue Jahr für die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau: Durch eine deutliche 2:6-Auswärtsniederlage beim Meisterschaftsfavoriten SK 1907 Kulmbach mussten die Stiftländer gleich im ersten Spiel der Rückrunde ihre Tabellenführung in der Bezirksliga I Oberfranken abgeben. Mit nunmehr 7:3 Punkten bei 24:16 Brettpunkten belegt man allerdings weiterhin einen vorderen Tabellenplatz. Die zweite Mannschaft startet erst am kommenden Samstag gegen die zweite Mannschaft der SG Tröstau/Mehlmeisel in die Rückrunde der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen mit großem Respekt in die Begegnung gegen das sehr spielstarke Team des SK Kulmbach, hatte man doch in der Vergangenheit jeweils deutliche Niederlagen gegen die Bierstädter hinnehmen müssen. Zudem mussten die Oberpfälzer bedingt durch den Ausfall ihres Spitzenspielers Pavel Vitak eine herbe Schwächung verkraften, welche sich letztendlich als spielentscheidend erweisen sollte. Schon nach relativ kurzer Spieldauer zeichnete sich an den einzelnen Brettern ab, dass die Kulmbacher an diesem Tag eine Nummer zu groß für die Spielgemeinschaft sein sollten. Der in dieser Saison sonst sehr stark spielende Markus Fröhlich an Brett sechs geriet von Beginn an schwer unter Druck und musst nach einem gekonnten Figurenmanöver seines Kontrahenten aufgeben. Der kurzfristig eingesprungene Robert Wiesend bot an Brett acht eine sehr solide Leistung und wurde mit einem leistungsgerechten Remis belohnt. Doch dann setzten die Oberfranken zum entscheidenden Schlag an. Nachdem zunächst Michael Schmid an Brett drei der überlegenen Spielweise seines Gegenübers Tribut zollen musste und seine Partie in aussichtsloser Position aufgegeben hatte, geriet auch Claus Braunschläger an Brett zwei durch eine fragwürdige Eröffnungsvariante mehr und mehr in Stellungsnachteil, welchen sein Gegner schließlich gekonnt zum Sieg nutzte. Es stand 0,5:3,5 gegen die Spielgemeinschaft, womit bereits eine Vorentscheidung gefallen war. Die Spieler an den verbliebenen Brettern versuchten zwar beherzt, aber letztlich erfolglos, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Immerhin konnten Zdenek Skokan, Georg Wurzer und Siegfried Oppl noch beachtliche Teilerfolge erringen. Uwe Braunschläger an Brett sieben jedoch wurde nach einem riskanten Zug in der Eröffnung mehr und mehr von einem starken Angriff seines Kontrahenten in die Defensive gedrängt und musste schließlich nach Qualitätsverlust aufgeben. Durch diese deutliche Niederlage musste die Spielgemeinschaft schmerzhaft zur Kenntnis nehmen, dass im Kampf um die Meisterschaft der Bezirksliga I Oberfranken die Trauben sehr hoch hängen und man sich in den nächsten Begegnungen - dann jedoch hoffentlich wieder in Bestbesetzung - erheblich steigern muss.

Bittere Niederlage für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau

02.02.2003

Eine sehr bittere 3,5:4,5-Heimniederlage musste die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau am vergangenen Sonntag gegen den SK Helmbrechts hinnehmen. Durch die zweite Niederlage in Folge rutschen die Oberpfälzer mit nunmehr 7:5 Punkten bei 27,5:20,5 Brettpunkten ins Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken ab und müssen nun aufpassen, nicht doch noch in den Abstiegskampf zu geraten. Die zweite Mannschaft startete dagegen sehr überzeugend mit einem deutlichen 6:2-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft der SG Tröstau/Mehlmeisel in die Rückrunde der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft waren gewarnt vor dem spielstarken Gegner aus Helmbrechts, waren doch die Aufeinandertreffen in den vergangenen Jahren jeweils von großer Spannung und Ausgeglichenheit beider Teams geprägt. Zudem mussten die Oberpfälzer bedingt durch den Ausfall von Claus Braunschläger eine herbe Schwächung verkraften. Die Begegnung begann mit einem vorsichtigen Abtasten beider Teams. Der kurzfristig eingesprungene Horst Vogl an Brett sieben einigte sich nach einem schnellen Figurenabtausch in der königsindischen Eröffnung frühzeitig mit seinem Gegner auf Remis. Kurz darauf gab auch Georg Wurzer an Brett vier seine Partie in leicht vorteilhafter Stellung Remis. Dann der erste Rückschlag für die Stiftländer: Siegfried Oppl an Brett fünf wählte eine sehr riskante Eröffnungsvariante und geriet im weiteren Partienverlauf mehr und mehr unter Druck, dem er schließlich nicht standhalten konnte - es stand 1:2. Aber noch gaben sich die Stiftländer nicht geschlagen. Es war wieder einmal Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei, der seinen Kontrahenten mit geschickten Figurenmanövern systematisch schwächte und diesen letzten Endes zur Aufgabe zwang - Ausgleich. Und es sollte spannend bleiben. Uwe Braunschläger an Brett acht versuchte vergebens, den Abwehrriegel seines Gegenübers zu knacken und einigte sich schließlich in absolut ausgeglichener Stellung auf Remis. Einen etwas unglücklichen Verlauf nahm die Partie von Michael Schmid an Brett drei, der in einer vielversprechenden Stellung nach einem Turmopfer seines Gegners in ein Dauerschach geriet und seine Partie folglich ebenfalls Remis geben musste. So mussten die letzten beiden Partien des Tages entscheiden und es sollte ein wahrer Schachmarathon werden. Pavel Vitak am Spitzenbrett geriet bereits in der Eröffnung in leichte Stellungsnachteile, welche sein spielstarker Kontrahent im weiteren Verlauf immer mehr zu einer starken Druckstellung und nach fast sechsstündiger Spielzeit gekonnt zum Erfolg nutzen konnte. Zwischenzeitlich zeichnete sich bereits ab, dass auch Markus Fröhlich an Brett sechs der Begegnung nicht mehr die entscheidende Wende geben konnte und sich schließlich ebenfalls mit einem Remis begnügen musste. Damit war die bittere 3,5:4,5-Niederlage perfekt, womit die Stiftländer nun aufpassen müssen, in der Tabelle nicht nach unten durchgereicht zu werden.

Erfreuliches kann dagegen die zweite Mannschaft vermelden. Durch einen deutlichen 6:2-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft der SG Tröstau/Mehlmeisel schob sich das Team wieder in das vordere Tabellendrittel der A-Klasse Marktredwitz. Für die Gewinnpunkte in dieser Begegnung sorgten Horst Vogl, Jürgen Braunschläger, Robert Wiesend, Max Seebauer sowie Markus Fröhlich (kampflos). Während Wolfgang Krapf und Markus Zielinski Teilerfolge errangen, musste Matthias Vogl seine Partie aufgeben. Am nächsten Wochenende kommt es beim Lokalderby in Mitterteich zu einem echten Härtetest für die Mannschaft.

Erneute Niederlage für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau

23.02.2003

Die Niederlagenserie der ersten Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau hält weiter an: Durch die deutliche 2:6-Auswärtsschlappe beim TSV Kirchenlaibach kassierten die Stiftländer nun schon die dritte Niederlage in Folge und belegen mit nunmehr 7:7 Punkten bei 29,5:26,5 Brettpunkten einen Platz im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken und müssen aufpassen, nicht doch noch in den Abstiegskampf zu geraten. Auch die zweite Mannschaft kam in der A-Klasse Marktredwitz bereits am vorvergangenen Samstag beim 1,5:6,5 gegen den Lokalrivalen aus Mitterteich deutlich unter die Räder.

Mit dem buchstäblich letzten Aufgebot musste die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft den schweren Gang nach Kirchenlaibach antreten, nachdem die beiden tschechischen Spitzenspieler Pavel Vitak und Zdenek Skokan sowie dann auch noch Michael Schmid kurzfristig absagen mussten. Da man in der Kürze der Zeit nur zwei adäquate Ersatzspieler rekrutieren und somit nur mit sieben Spielern antreten konnte, ging man zudem mit einem 0:1-Rückstand in die Begegnung. Das Aufeinandertreffen gegen die Oberfranken stand somit von Beginn an unter schlechten Vorzeichen. Der kurzfristig eingesprungene Routinier Max Seebauer geriet an Brett sechs schon frühzeitig in schwere Stellungsnachteile und verlor schließlich seine Partie nach einem Mattangriff seines Gegenübers- es stand 0:2. Doch die verbliebenen Spieler kämpften unverdrossen weiter. Markus Zielinski schlug sich bei seinem Debüt in der Bezirksliga I bravourös und erkämpfte an Brett sieben mit weißen Figuren in beachtenswerter Weise ein Remis. Auch Siegfried Oppl lieferte seinem nominell überlegenen Kontrahenten einen beherzten Kampf und gab seine Partie schließlich in leicht vorteilhafter Stellung Remis. Doch dann sollte der nächste Tiefschlag folgen. Uwe Braunschläger an Brett fünf hatte sich nach einem offenen Schlagabtausch eine Gewinnstellung erarbeitet, übersah dann jedoch einen möglichen Figurengewinn und musste schließlich nach einer weiteren Unachtsamkeit seine Partei aufgeben - damit war die Begegnung beim Zwischenstand von 1:4 praktisch entschieden. Claus Braunschläger setzte am Spitzenbrett seinen tschechischen Kontrahenten von Beginn an zwar stark unter Druck, fand aber letzten Endes nicht den entscheidenden Schlüssel zum Erfolg und musste sich mit einem Remis begnügen. Georg Wurzer an Brett zwei konnte sich zunächst aus einer starken Umklammerung seines Kontrahenten befreien, geriet aber dann durch eine Ungenauigkeit im Endspiel wieder in einen leichten Stellungsnachteil und verlor seine Partie schließlich wegen Zeitüberschreitung. Markus Fröhlich an Brett vier hatte nach einer abwechslungsreichen Partie einen schwierig zu spielenden Endspieltypen auf dem Brett und einigte sich letztendlich auf Remis. Die Oberpfälzer hoffen nun, zu ihrer nächsten Auswärtsbegegnung gegen den SK Pegnitz/Creußen in drei Wochen wieder einmal in Bestbesetzung antreten zu können, um so den letzten nötigen Punkt für den Klassenerhalt sichern zu können.

Auch die zweite Mannschaft konnte die schwere Auswärtspartie beim verlustpunktfreien Lokalrivalen aus Mitterteich nur mit einem Rumpfteam bestreiten und stand somit von vornherein auf verlorenem Posten. Markus Fröhlich sorgte in dieser Begegnung für den einzigen Gewinnpunkt für die Spielgemeinschaft, während Claus Jäger ein beachtenswerter Teilerfolg gegen eine nominell hoch überlegenen Gegner gelang. Robert Wiesend, Max Seebauer, Markus Zielinski, Roman Leiß und Frank Schiller mussten ihre Partien jeweils aufgeben.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau erreicht Unentschieden

16.03.2003

Nach drei Niederlagen in Folge konnte die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau am vergangenen Sonntag mit dem verdienten 4:4-Unentschieden beim Tabellennachbarn SC Pegnitz-Creußen endlich wieder einmal punkten. Damit belegen die Stiftländer mit nunmehr 8:8 Punkten bei 33,5:30,5 Brettpunkten einen Platz im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken und haben den Klassenerhalt bereits einen Spieltag vor Saisonende gesichert. Auch die zweite Mannschaft kehrte mit dem 5:3-Heimsieg gegen Witzlasreuth wieder in die Erfolgsspur zurück und belegt mit 8:6 Punkten ebenfalls einen Platz im Mittelfeld der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen durch die kurzfristige Absage ihres Spitzenspielers Pavel Vitak erneut ersatzgeschwächt in die Begegnung gegen den SC Pegnitz-Creußen. Trotzdem war man fest entschlossen, die Serie von drei Niederlagen in Folge endlich zu durchbrechen. Allerdings erwischte die Spielgemeinschaft einen Fehlstart. Claus Braunschläger an Brett zwei geriet in einer unübersichtlichen Eröffnungsvariante bereits in der Anfangsphase in Stellungsnachteile, die sein Gegenüber gekonnt ausbaute und schließlich zum Erfolg nutzte - 0:1. Der kurzfristig eingesprungene Max Seebauer an Brett acht warf all seine Routine in die Waagschale und konnte seine Partie trotz zwischenzeitlichem Bauernrückstand noch zum Remis führen. Als dann auch noch Georg Wurzer an Brett vier von seinem Kontrahenten durch dessen geschicktes Ausnutzen eines verbundenen Freibauers zur Aufgabe gezwungen wurde, schienen die Felle für die Stiftländer bereits vollends davon zu schwimmen. Doch die Spielgemeinschaft gab sich noch lange nicht auf. Der sich an diesem Tag in blendender Spiellaune befindende Siegfried Oppl an Brett fünf drängte seinen Gegner durch geschickte Figurenmanöver immer mehr in die Defensive und nutzte schließlich seinen Stellungsvorteil überlegen zum Sieg - es stand nur noch 1,5:2,5. Etwas unglücklich agierte Uwe Braunschläger an Brett sieben, der seine Partie trotz Bauernvorteils nicht zu seinen Gunsten entscheiden konnte und schließlich durch Dauerschach remisierte. Kurz darauf musste sich dann Altmeister Zdenek Skokan am Spitzenbrett nach Damenverlust der überlegten Spielweise seines Kontrahenten beugen. Beim Spielstand von 2:4 galt es somit, mit einem Unentschieden wenigstens noch einen Punkt zu retten. Michael Schmid an Brett drei hatte eine starke Druckstellung auf die lange Rochade seines Gegners aufgebaut und nutzte schließlich seinen Stellungsvorteil gekonnt zum Sieg - 3:4, die letzte Partie des Tages musste entscheiden. Und hier behielt der derzeit in glänzender Form spielende Markus Fröhlich an Brett sechs in einem Damenendspiel bei höchster Zeitnot die Nerven und führte seine Partie souverän zum Sieg. Damit war in letzter Minute das Unentschieden gerettet. In zwei Wochen kommt es zum Saisonabschluss zum interessanten Aufeinandertreffen mit dem FC Nordhalben.

Die zweite Mannschaft überzeugte bereits am vorvergangenen Samstag in der A-Klasse Marktredwitz mit einem ungefährdeten 5:3-Heimsieg gegen die Schachfreunde aus Witzlasreuth. Für die Gewinnpunkte in dieser Begegnung sorgten Jürgen Braunschläger, Robert Wiesend und Max Seebauer, während Markus Fröhlich, Horst Vogl, Matthias Vogl und Markus Zielinski jeweils Teilerfolge errangen. Claus Jäger musste seine Partie aufgeben.

Niederlage für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau zum Saisonende

30.03.2003

Mit einer 3:5-Heimniederlage gegen den FC Nordhalben beendete die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau am vergangenen Sonntag die Schachsaison. Damit landeten die Stiftländer in der Endabrechnung mit 8:10 Punkten bei 36,5:35,5 Brettpunkten auf einem Platz im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken. Auch die zweite Mannschaft musste sich bereits am vorvergangenen Samstag beim SK Marktredwitz knapp mit 3,5:4,5 geschlagen geben und belegt einen Spieltag vor Saisonende ebenfalls einen Platz im Mittelfeld der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen durch die abermalige Absage ihres Spitzenspielers Pavel Vitak erneut ersatzgeschwächt in die letzte Saisonbegegnung gegen den FC Nordhalben. Trotzdem war man fest entschlossen, den Saisonabschluss durch ein Erfolgserlebnis positiv zu gestalten. Die Begegnung begann mit einem Teilerfolg von Siegfried Oppl, der sich an Brett vier nach relativ kurzer Spielzeit mit seinem Gegner auf Remis einigte. Doch alsbald sollte der erste Rückschlag für die Spielgemeinschaft folgen. Claus Braunschläger an Brett zwei geriet durch eine Ungenauigkeit in der Eröffnung mehr und mehr unter Druck und musste seine Partie schließlich in aussichtsloser Position aufgeben. Als dann auch noch Routinier Max Seebauer an Brett acht trotz hartnäckiger Gegenwehr bei Figurennachteil seine Partie verloren geben musste, schienen die Felle für die Stiftländer schon davon zu schwimmen. Doch die Spieler an den verbliebenen Brettern wehrten sich weiter verbissen und wurden dafür belohnt. Altmeister Zdenek Skokan lieferte am Spitzenbrett abermals eine erstklassige Leistung ab und zwang seinen Kontrahenten nach Damenumwandlung zur Aufgabe. Und die Spielgemeinschaft setzte nach. Der sich in hervorragender Spiellaune befindende Markus Fröhlich behielt an Brett sechs in einem komplexen Stellungstypen die Übersicht und konnte für den Ausgleich sorgen. Nachdem Michael Schmid an Brett drei seine Partie in einem ausgeglichenen Endspiel Remis gegeben hatte, mussten die beiden letzten Partien des Tages die Entscheidung bringen. Es sollte über die volle Spieldistanz von sechs Stunden gehen, allerdings ohne Happy-End für die Stiftländer. Zunächst musste sich Georg Wurzer an Brett vier trotz vehementer Gegenwehr im Endspiel seinem Gegenüber beugen - es stand 3:4. Uwe Braunschläger an Brett sieben geriet in leicht vorteilhafter Stellung durch ein Figurenopfer seines Kontrahenten schwer in Bedrängnis und musste schließlich ebenfalls aufgeben. Damit war die 3:5-Niederlage zum Saisonende besiegelt, womit man in der Endabrechnung im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken landete.

Die zweite Mannschaft musste in der A-Klasse Marktredwitz eine knappe 3,5:4,5-Niederlage beim SK Marktredwitz hinnehmen. Für die Gewinnpunkte in dieser Begegnung sorgten Uwe Braunschläger und Robert Wiesend, während Markus Fröhlich, Matthias Vogl und Max Seebauer jeweils Teilerfolge errangen. Wolfgang Krapf, Markus Zielinski und Roman Leiß mussten ihre Partien aufgeben.

Jahreshauptversammlung des Schachclub Waldsassen 1985

18.04.2003

Auf ein zufriedenstellendes Vereinsjahr konnten die Mitglieder des Schachclub Waldsassen 1985 anlässlich der am vergangenen Freitag im Nebenraum der Gaststätte Pirkl abgehaltenen Jahreshauptversammlung zurückblicken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die beachtlichen Leistungen der beiden Mannschaften der Spielgemeinschaft Waldsassen-Wiesau in der zurückliegenden Saison sowie die gelungene Durchführung eines internationalen Blitzschachturniers.

Der erste Vorsitzende des Schachclubs, Matthias Vogl, eröffnete die Versammlung mit einem kurzen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Hierbei ging er insbesondere auf die nun im vierten Jahr bestehende Spielgemeinschaft mit dem Schachclub Wiesau ein, wodurch der gesamte Spielbetrieb eine merkbare Konsolidierung erfahren habe, was sich nicht zuletzt durch die Teilnahme zweier leistungsstarker Mannschaften am Spielbetrieb manifestiere. Vogl bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei den Aktiven für deren Engagement und Identifikation mit dem Verein, was angesichts der Tatsache, dass inzwischen nahezu alle Spieler wochentags aus beruflichen Gründen nicht mehr in Waldsassen verweilen, wahrlich keine Selbstverständlichkeit sei.

Erfreut zeigte sich der Vorsitzende, dass im September vergangenen Jahres nach zweijähriger Pause zum bereits fünften Mal ein wiederum hochklassig besetztes internationales Blitzschachturnier in Waldsassen stattfand. Nach einem mehrstündigen Schachmarathon, bei dem sich die 34 Teilnehmer durch Vor- und Finalrunde kämpfen mussten, kam es zu einem Novum, indem die drei führenden Spieler Bertram Spitzl, Johannes Rüttinger sowie Franz Hosticka gemeinsam zum Sieger erklärt wurden, nachdem bei Punktgleichheit nach Abschluss der Finalrunde auch die angesetzten Stichkämpfe keine Entscheidung herbeibringen konnten. Vogl stellte die öffentliche Wirksamkeit der Veranstaltung heraus, welche sich inzwischen auch überregional auf Grund des hochstehenden Niveaus und der reibungslosen Organisationsarbeit einen guten Ruf erworben hat, und bedankte sich nochmals bei allen Helfern und Gönnern. Zur Organisation der Neuauflage dieser länderübergreifenden Veranstaltung im September dieses Jahres stellten sich anschließend Robert Ehrmann, Uwe Braunschläger, Matthias Vogl und Jürgen Maschauer bereit. Zum Abschluss seiner Ausführungen ging Vogl noch kurz auf die Internet-Homepage des Vereins (Adresse: www.scwaldsassen.de) ein, welche sich vor allem in Schachkreisen weiterhin großer Beliebtheit erfreue.

Den Ausführungen des ersten Vorsitzenden schloss sich der Bericht des Spielleiters der ersten Mannschaft, Claus Braunschläger, an. Er berichtete im Detail von der nunmehr zweiten Saison der Spielgemeinschaft Waldsassen-Wiesau in der Bezirksliga I Oberfranken. Das Team spielte wie schon im Vorjahr eine herausragende erste Halbserie in der Bezirksliga und sei zur Saisonhalbzeit als Tabellenführer sogar zum Kreis der Meisterschaftskandidaten gerechnet worden. Allerdings musste man in der zweiten Halbserie mehrere durchaus vermeidbare Niederlagen hinnehmen, wodurch die Mannschaft mit 8:10 Punkten auf den achten Platz zurückfiel. Braunschläger zeigte sich jedoch angesichts des vor der Saison ausgegebenen Ziels "Klassenerhalt" mit dem Saisonverlauf durchaus zufrieden. Die erfolgreichsten Spieler der vergangenen Saison waren (in der Reihenfolge ihrer Erfolgsquote): Altmeister Zdenek Skokan (5,5 Punkte aus 8 Partien), Markus Fröhlich (6 aus 9), Pavel Vitak (3 aus 5), Siegfried Oppl (5 aus 9) und Claus Braunschläger (4 aus 8).

Für die neue Saison erhofft sich der Spielleiter einen etwas positiveren Saisonverlauf, was jedoch nicht zuletzt von der Leistungsbereitschaft der einzelnen Mannschaftsmitglieder abhänge. Zunächst gelte es allerdings, in der sehr ausgeglichenen Liga den Klassenerhalt zu sichern.

Auch der Spielleiter der zweiten Mannschaft, Markus Zielinski, zeigte sich mehr als zufrieden mit den Leistungen des Teams in der A-Klasse Marktredwitz. Mit durchaus respektablen 10:8 Punkten belegte man in der A-Klasse Marktredwitz den beachtlichen fünften Tabellenplatz. Neben den sportlichen Vorgaben wurden auch die Sekundärziele - Unterbau zur ersten Mannschaft sowie Spiel in relativ ungezwungener Atmosphäre - voll und ganz erfüllt. Auch für die nächste Spielsaison bleibe der Spielerstamm im großen und ganzen erhalten, womit unter Umständen ein noch besseres sportliches Abschneiden anvisiert werden kann. Die erfolgreichsten Spieler im vergangenen Spieljahr waren: Robert Wiesend mit bemerkenswerten 7,5 Punkten aus 9 Partien, Markus Fröhlich mit 7 Punkten aus 9 Partien, Max Seebauer (6,5 aus 9), Jürgen Braunschläger (3,5 aus 5) und Horst Vogl (2,5 aus 3).

Kassier Jürgen Maschauer berichtete von soliden Verhältnissen in der Vereinskasse. Durch die im Vorjahr beschlossene leichte Anhebung der Mitgliederbeiträge konnten die zunehmenden Belastungen aufgrund der permanent steigenden Verbandsabgaben kompensiert werden. Die Kassenrevisoren Frank Schiller und Roman Leiß bescheinigten dem Kassier eine ordnungsgemäße Kassenführung.

Die Veranstaltung schloss mit einigen Wünschen und Anträgen der anwesenden Mitglieder. Dabei erläuterte der erste Vorsitzende die anstehende Ligenumstrukturierung im Bezirk Oberfranken, wodurch sich auch im unterklassigen Bereich unter Umständen weitere Anfahrten zu den jeweiligen Spielorten ergeben könnten. Es gelte allerdings die weitere Entwicklung dieses Vorhabens abzuwarten, dessen Auswirkungen dann frühestens ab der übernächsten Saison greifen würden.

Schachclub Waldsassen von 1985