Schachclub verliert in Helmbrechts

28.01.1996

Am Sonntag hatte der Klosterstädter Schachclub gegen den Schachklub aus Helmbrechts in Oberfranken auswärts anzutreten. Unglücklicherweise verloren die Waldsassener die Partie mit 4:3. Damit rutscht der Schachclub Waldsassen vom Mittelfeld der Tabelle ins untere Drittel und muß weiter auf einen Sieg hoffen.

Ein Sieg von Claus Braunschläger brachte die Waldsassener mit 1:0 in Führung. Kurz darauf mußte Matthias Vogl seine Partie wegen eines krassen Fehlers im Mittelspiel verloren geben. Jürgen Braunschläger hatte bei einem verlorenen Endspiel keine Hoffnung mehr, das Spiel zu gewinnen und gab auf. Zdenek Skokan konnte aber den Gleichstand wieder herstellen. Dann brachen bei den Klosterstädtern die Dämme. Horst Vogl und Pavel Vitak mußten gegen zu starke Gegner kapitulieren. Michael Höcht remisierte. Damit war das Match verloren. Uwe Braunschläger verkürzte durch seinen Sieg den Endstand noch auf 3:4.

Den Verlauf des Spiels hatte sich die Mannschaft des Schachclubs Waldsassen anders vorgestellt, da man in der letzten Saison gegen Helmbrechts noch klar gesiegt hatte. Jetzt müssen die Klosterstädter wie jedes Mal gegen Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen.

Schachclub erkämpft sich den Sieg in Hof

25.02.1996

Am Sonntag mußte der Schachclub Waldsassen auswärts gegen die erste Mannschaft des Post SV Hof antreten. Die Klosterstädter konnten die Begegnung mit 3:1 für sich entscheiden und eroberten sich einen Platz im Mittelfeld der Tabelle zurück.

Auf beiden Seiten prägte die Angst vor einem Abstiegsplatz den turbulenten Spielverlauf, in dem in beiden Mannschaften haarsträubende Fehler begangen wurden. Ein glückliches Remis konnte Jürgen Braunschläger zum Ergebnis beisteuern, nachdem er einen schweren Eröffnungsfehler begangen hatte. Matthias Vogl erreichte ein sicheres Remis. Den ersten Gewinnpunkt für die Klosterstädter erkämpfte sich Zdenek Skokan. Kurz danach remisierten Claus Braunschläger und Horst Vogl in ausgeglichener Stellung. Die riskante Spielweise von Michael Höcht wurde nicht belohnt und der Klosterstädter mußte in Zeitnot aufgeben. Keinen Zweifel an ihrer überlegenheit ließen jedoch Oliver Koch und Pavel Vitak, die beide ihre Partien souverän gewannen und den Endstand von 3:1 herstellten.

Die Klosterstädter Schachspieler fuhren mit dem Vorsatz nach Hof, nichts anbrennen zu lassen und sich mit einem Sieg einen Mittelfeldplatz in der Tabelle zu sichern. Die Aufsteiger aus Hof hatten trotz der unausgeglichenen Spielweise der Waldsassener keine Chance und müssen nun mit dem Abstieg rechnen, wohingegen der Schachclub Waldsassen so gut wie sicher einen Platz in der Bezirksliga II erhalten hat.

J. Tiller Sieger des 2. Blitzturniers

15.06.1996

Erstklassiger Schachsport wurde am 15. Juni im großen Saal des katholischen Jugendheimes in Waldsassen geboten. Zum zweiten Mal hatte der Schachclub Waldsassen zu einem internationalen Blitzschachturnier eingeladen, zu dem 30 Schachspieler aus Prag(!), Karlsbad, Eger, Schwandorf, Hirschau, Weiden, Erbendorf, Marktredwitz, Wiesau und Mitterteich anreisten. Nach zähen Ringen um die von Uwe Braunschläger und Jürgen Maschauer zusammengetragenen Geld- und Sachpreise siegte schließlich der Tscheche Jaroslav Tiller vor seinen Landsleuten Pavel Trojacek und Jaroslav Vojtech. Die Veranstaltung wurde vom zweiten Bürgermeister der Stadt Waldsassen, Ludwig Spreitzer, der die Schirmherrschaft über das Turnier übernommen hatte, eröffnet.

In seiner Ansprache hob er den internationalen Charakter der Veranstaltung hervor, die durch die Teilnahme vieler hochkarätiger Spieler aus der Tschechischen Republik einen besonderen grenzüberschreitenden Wert bekommen habe. Nachdem den einzelnen Spieler ihre Startnummern zugelost worden waren, gab der zweite Bürgermeister Ludwig Spreitzer die Bretter frei. Ein wahrer "Schachmarathon" stand vor den Turnierteilnehmer: sage und schreibe 29 (!) Runden mußten, unterbrochen nur durch eine einstündige Mittagspause, gespielt werden.

Beim Blick auf die Tabelle, welche mit Hilfe eines Computers und eines Overhead-Projektors auf eine Leinwand projiziert wurde, kristallisierten sich schon bald die Favoriten auf den Turniersieg heraus. Erfreulicherweise befand sich darunter auch Claus Braunschläger vom Schachclub Waldsassen, der vorübergehend sogar die Führung in diesem starken Teilnehmerfeld übernehmen. Nach spannenden Kämpfen und einer Turnierdauer von rund sieben Stunden erwies sich der Tscheche Jaroslav Tiller, der aus Eger stammt und für den oberfränkischen Schachclub Bindlach Punktspiele bestreitet, als der Spieler mit dem längsten Atem.

Mit 25,5 Punkten setzte er sich letztendlich souverän gegen seine tschechischen Landsleute Pavel Trojacek (Karlsbad / 23,5 Punkte) und Jaroslav Vojtech (Eger / 23,0 Punkte) durch. Auf den Plätzen folgten Rainer Seidel (Hirschau / 22,0 Punkte) und Jindrich Melich (Prag / 21,0 Punkte). Hervorzuheben ist die großartige Leistung des Waldsasseners Claus Braunschläger, der sich gegen stärkste Konkurrenz mit 20,5 Punkten einen tollen sechsten Platz erkämpfte.

Zu Beginn der Siegerehrung dankte zweiter Bürgermeister Ludwig Spreitzer den Spielern für die spannenden und fairen Kämpfe sowie den Organisatoren für die nahezu reibungslose Abwicklung des Turniers. Danach überreichte Spreitzer dem ersten Vorsitzenden des Schachclubs, Jürgen Braunschläger, eine Geldspende und ein kleines Anerkennungspräsent. Weiterhin zeichnete er die beste weibliche Teilnehmerin, Karina Hofmann (Weiden / 15. Platz), mit einem Sonderpreis sowie den besten Waldsassener, Claus Braunschläger (6. Platz) mit einer Medaille der Stadt Waldsassen aus. Vorsitzender Jürgen Braunschläger bedankte sich dann im Namen des Schachclubs bei allen Gönnern und Helfern, ohne die ein solches Turnier nicht denkbar wäre. Anschließend überreichte er den ersten Fünf des Turniers kostbare Pokale sowie anschauliche Geldpreise. Auch alle anderen Teilnehmer konnten schöne Sachpreise entgegennehmen.

Schachclub Waldsassen von 1985