Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau landet Überraschungscoup

23.09.2001

Imponierender Saisonauftakt für die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau: Durch einen vorher nicht für möglich gehaltenen 5:3-Auswärtssieg bei der Bundesligareserve des SC 1868 Bamberg landeten die Stiftländer als Neuling gleich im ersten Saisonspiel der Bezirksliga Oberfranken einen Überraschungscoup und zeigten damit, dass man auch in dieser höheren Spielklasse durchaus Paroli bieten kann. Die zweite Mannschaft startet erst in einer Woche gegen den SC Wunsiedel in die neue Saison der A-Klasse Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft gingen als Aufsteiger mit gehörigem Respekt in die Begegnung gegen die Bamberger, sind diese doch bereits seit Jahren eine etablierte Kraft in der Bezirksliga Oberfranken. Und so begann das Match dann auch mit einem Rückschlag. Georg Wurzer an Brett fünf hatte sich zwar eine durchaus passable Position erspielt, verlor dann aber leichtsinnig eine Figur und musste somit aufgeben. Doch die Stiftländer ließen sich nicht beirren. Uwe Braunschläger an Brett sieben kam mit weißen Steinen hervorragend aus der Eröffnung und nutzte den resultierenden Stellungsvorteil zu einem überlegen herausgespielten Sieg. Kurz darauf setzte Claus Braunschläger an Brett drei noch einen drauf, nachdem er seinen Kontrahenten durch einen beherzten Angriff auf die Königsstellung systematisch geschwächt und dadurch zur Aufgabe bewegt hatte - 2:1 für die Spielgemeinschaft. Michael Schmid an Brett vier gelang dann der sehenswerteste Sieg des Tages, indem er seinen Gegner durch eine tolle Mattkombination mit Springer und Turm komplett überraschte. Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei gab seine Partie kurze Zeit später in einem leicht vorteilhaften Bauernendspiel aus turniertaktischen Gründen Remis. Nun fehlte den Stiftländern aus den verbliebenen drei Partien noch ein Punkt zum Mannschaftserfolg, doch die Oberfranken gaben sich noch nicht geschlagen. Max Seebauer an Brett acht führte eine beherzte Partie, musste aber nach Qualitätsverlust im Endspiel schließlich aufgeben. Es wurde gerade vor dem Hintergrund der näherrückenden Zeitkontrolle nach vier Stunden Spielzeit nochmals knapp. Aber Pavel Vitak am Spitzenbrett behielt trotz der bestehenden Zeitnot die Nerven und erlangte nach einer hervorragenden Zugkombination einen Turmvorteil, was seinen Gegenüber postwendend zur Aufgabe zwang. Damit war die Überraschung perfekt. In der letzten Begegnung des Tages einigte sich Markus Fröhlich in Anbetracht der bereits gefallenen Entscheidung mit seinem Kontrahenten in ausgeglichener Stellung auf Remis. Durch diesen eminent wichtigen Sieg zum Auftakt gehen die Stiftländer nun mit gestärktem Selbstvertrauen in das nächste Aufeinandertreffen in zwei Wochen gegen den SV Seubelsdorf.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau erneut erfolgreich

07.10.2001

Erneuter Erfolg der ersten Mannschaft der Schach Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau: Nach dem überraschenden 5:3-Auswärtssieg zum Saisonauftakt bei der Bundesligareserve des SC 1868 Bamberg konnten die Stiftländer am vergangenen Sonntag auch die Heimpremiere in der Bezirksliga Oberfranken durch einen ungefährdeten 5,5:2,5-Sieg gegen den stark eingeschätzten SV Seubelsdorf erfolgreich gestalten. Mit den nunmehr zu Buche stehenden 4:0 Punkten steht die Spielgemeinschaft nach zwei Spieltagen völlig unerwartet auf einem Spitzenplatz der Bezirksliga. Die zweite Mannschaft musste dagegen zum Saisonauftakt der A-Klasse Marktredwitz eine denkbar knappe 3,5:4,5-Niederlage beim favorisierten SC Wunsiedel hinnehmen.

Die Spieler der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft gingen nach ihrem Überraschungscoup zum Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen in die Begegnung gegen die Gäste aus dem Lichtenfelser Vorort, galt es doch, die gezeigten Leistungen gegen diese erfahrene Truppe zu bestätigen und so die Ausgangsposition in der Liga weiter zu verbessern. Doch die Bedenken der Stiftländer sollten sich schon vor dem Spiel schnell verflüchtigen, als offenbar wurde, dass die Seubelsdorfer lediglich mit sechs Spielern angereist waren und zusätzlich ihr Team nicht regelkonform aufstellten, was in der Konsequenz dazu führte, dass die Partien von Markus Fröhlich, Uwe Braunschläger und Matthias Vogl an den Brettern sechs bis acht kampflos an die Spielgemeinschaft gingen und man somit mit einer 3:0-Führung in die Begegnung startete, ohne auch nur eine Figur berührt zu haben. Nun galt es für die verbliebenen Spieler die Ruhe zu behalten und diese hervorragende Ausgangsposition in einen Gesamterfolg umzumünzen. Mit entsprechender Konzentration gingen diese dann auch zu Werke. Michael Schmid an Brett vier lieferte sich mit seinem Gegenüber einen spannenden Schlagabtausch und gab seine Partie in ausgeglichener Stellung schließlich Remis. Auch Siegfried Oppl an Brett fünf einigte sich kurz darauf nach einer solide geführten Partie mit schwarzen Steinen mit seinem Kontrahenten auf Remis. Dann jedoch flackerte bei den Seubelsdorfern für kurze Zeit Hoffnung auf, nachdem sich Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei in schwieriger Position verzettelt hatte und seine Partie aufgeben musste - nur noch 4:2 für die Spielgemeinschaft. Für die Entscheidung sorgte abermals Pavel Vitak am Spitzenbrett, der seinem Gegner bei knapper Zeit eine Figur abluchste, was diesen postwendend zur Aufgabe zwang. Claus Braunschläger an Brett drei rundete dann den Mannschaftserfolg mit einem Remis in einem ausgeglichenen Springer-Endspiel ab. Durch diesen Erfolg, welcher natürlich maßgeblich durch die beschriebene Ausgangskonstellation begünstigt wurde, haben sich die Stiftländer nun ein kleines Punktepolster geschaffen und können beruhigt in die Auswärtspartie in zwei Wochen beim TS Bayreuth gehen.

Die zweite Mannschaft war in der schweren Auftaktpartie in der A-Klasse Marktredwitz gegen den SC Wunsiedel nicht vom Glück begünstigt und musste nach aufopferungsvollem Kampf eine knappe 3,5:4,5-Niederlage hinnehmen. Für die Gewinnpunkte in dieser spannenden Auseinandersetzung sorgten Matthias Vogl und Robert Wiesend, während Max Seebauer, Alfons Schraml und Claus Jäger zu Teilerfolgen kamen. Markus Fröhlich, Horst Vogl und Markus Zielinski mussten ihre Partien jeweils verloren geben.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau landet Teilerfolg

21.10.2001

Die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau bleibt weiterhin ungeschlagen: Nach den zwei überraschenden Siegen zum Saisonauftakt erreichten die Stiftländer am vergangenen Sonntag bei der sehr spielstarken Truppe der TS Bayreuth ein allerdings schwer erkämpftes 4:4-Unentschieden. Damit steht die Spielgemeinschaft mit nunmehr 5:1 Punkten weiterhin auf einem Spitzenplatz der Bezirksliga I Oberfranken. Die zweite Mannschaft war am Wochenende spielfrei und bestreitet ihr zweites Saisonspiel in der A-Klasse Marktredwitz am nächsten Samstag gegen den SK Marktredwitz.

Die Spieler der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft gingen nach dem tollen Saisonauftakt mit gestärktem Selbstvertrauen, gleichzeitig aber auch mit gehörigem Respekt in die Begegnung gegen die Wagnerstädter, die in den vergangenen Jahren eine gute Rolle in der Bezirksliga I gespielt hatten. Entsprechend bedächtig entwickelte sich das Aufeinandertreffen. Siegfried Oppl an Brett fünf konnte seine Position nach vorübergehenden kleinen Stellungsschwächen konsolidieren und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. Kurz darauf gab auch Georg Wurzer an Brett sechs seine Partie nach ausgeglichenem Verlauf Remis. Für das erste Highlight sorgte Markus Fröhlich an Brett sieben, der seine weibliche Kontrahentin nach einer überlegen geführten Partie zur Aufgabe zwang und somit die Stiftländer mit 2:1 in Führung brachte. In der Folgezeit sollte es für die Spielgemeinschaft jedoch ganz dicke kommen: Nachdem zunächst Michael Schmid, dem an Brett vier in einer schön herausgespielten Stellung eine fragwürdige Zugkombination zum Verhängnis wurde, seine Partie verloren gegeben hatte, musste kurze Zeit später auch Uwe Braunschläger an Brett acht nach Tempoverlust in der Eröffnung und daraus resultierendem Verlust von zwei Bauern die Waffen strecken. Als zudem noch Claus Braunschläger an Brett drei, der eine für ihn vorteilhafte Variante übersah und im weiteren Partieverlauf mehr und mehr in die Defensive gedrängt wurde, aufgeben musste, schienen die Felle für die Stiftländer gänzlich davon zu schwimmen. Beim Zwischenstand von 2:4 lag somit die letzte Chance auf ein Unentschieden bei den beiden verbliebenen Spitzenbrettern. Hier ergab sich alsbald ein erster Hoffnungsschimmer, nachdem Altmeister Zdenek Skokan an Brett zwei seinem Gegenüber bereits im Mittelspiel einen Turm abgeluchst hatte und sich diesen Vorteil natürlich nicht mehr nehmen ließ - nur noch 3:4. Die Entscheidung sollte also zum wiederholten Male am Spitzenbrett fallen und abermals behielt Pavel Vitak hier die Nerven. In einer dramatischen Zeitschlacht gewann Vitak in einem schwierig zu spielenden Stellungstyp mit gegenseitigen Mattdrohungen einen Läufer, was die Position des Kontrahenten entscheidend schwächte und somit der Schlüssel zum Erfolg war. Nach dem spannenden Match herrschte im Lager der Stiftländer angesichts des turbulenten Spielverlaufs große Erleichterung. In drei Wochen erwartet die Spielgemeinschaft in einem weiteren Spitzenkampf den Meisterschaftsfavoriten FC Nordhalben.

Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau auf Spitzenplatz

09.12.2001

In ihrem letzten Spiel vor der Weihnachtspause kam die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau zu einem knappen, aber verdienten 4,5:3,5-Auswärtssieg beim Mitaufsteiger SK Michelau. Damit belegen die Stiftländer als Liganeuling nach der ersten Saisonhälfte mit nunmehr 7:3 Punkten einen hervorragenden zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga I Oberfranken. Dagegen musste die zweite Mannschaft in der A-Klasse Marktredwitz gegen den Lokalrivalen aus Mitterteich eine deutliche 1,5:6,5-Schlappe hinnehmen.

Die Spieler der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft gingen nach der ersten Saisonniederlage in der letzten Runde gegen den FC Nordhalben mit gemischten Gefühlen in die Begegnung gegen den SK Michelau, galt es doch, ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern. Entsprechend vorsichtig begannen die Stiftländer ihre Partien. Claus Braunschläger und Horst Vogl an den Brettern drei und sieben gaben bereits frühzeitig ihre Partien in jeweils ausgeglichener Stellung Remis. Das erste Highlight aus Sicht der Spielgemeinschaft setzte der kurzfristig eingesprungene Max Seebauer an Brett acht, der seinem Kontrahenten durch einen beherzten Sturm auf dessen Königsstellung keine Chance ließ - 2:1 für die Stiftländer. Doch der Rückschlag folgte postwendend: Siegfried Oppl an Brett vier kam bereits in der Eröffnung in leichte Stellungsnachteile, die sein Gegner im weiteren Partieverlauf dann auch gekonnt zum Erfolg nutzte.

Kurze Zeit später einigte sich Georg Wurzer an Brett fünf mit seinem Gegenüber nach solide geführter Partie auf Remis. Beim Zwischenstand von 2,5:2,5 musste die Entscheidung somit in den letzten drei Partien des Tages fallen. In dieser Konstellation bewies abermals Pavel Vitak am Spitzenbrett seine derzeit herausragende Form: In seiner Spezialvariante, der königsindischen Verteidigung, schwächte er systematisch die Stellung seines Kontrahenten, was diesen letzten Endes unvermeidlich zur Aufgabe zwang. Damit war ein wichtiger Schritt zum Mannschaftserfolg getan. Die erfahrenen Akteure Zdenek Skokan an Brett zwei und Markus Fröhlich an Brett sechs ließen dann nichts mehr anbrennen und stellten den Erfolg durch zwei taktische Remis sicher. Durch diesen eminent wichtigen 4,5:3,5-Auswärtssieg liegen die Stiftländer nach dem fünften Spieltag punktgleich mit dem Tabellenführer völlig überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga. Das nächste Aufeinandertreffen folgt am 13. Januar 2002 gegen den sehr stark eingeschätzten SK 1907 Kulmbach.

Die zweite Mannschaft musste zum Lokalderby gegen den SC Mitterteich in der A-Klasse Marktredwitz stark ersatzgeschwächt antreten und stand somit von Beginn an auf verlorenem Posten. Trotz tapferer Gegenwehr stand schließlich eine 1,5:6,5-Niederlage zu Buche, womit das Team nunmehr auf Platz 7 der A-Klasse rangiert. Michael Höcht, Max Seebauer und Markus Zielinski sorgten für die Teilerfolge, während Markus Fröhlich, Matthias Vogl, Robert Wiesend sowie Claus Jäger ihre Partien verloren geben mussten.

Heimschlappe für Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau

13.01.2002

In ihrem ersten Spiel nach der Weihnachtspause musste die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau eine deutliche 2:6-Heimschlappe gegen das sehr spielstarke Team des SK 1907 Kulmbach hinnehmen. Durch diese Niederlage fallen die Stiftländer bei nunmehr 7:5 Punkten vom bisherigen zweiten Tabellenplatz in das vordere Tabellenmittelfeld der Bezirksliga I Oberfranken zurück. Die zweite Mannschaft startet erst nächste Woche mit der Auswärtsbegegnung beim SV Thiersheim II in die zweite Halbserie.

Die Spieler der ersten Mannschaft gingen trotz ihrer überzeugenden Leistungen im bisherigen Saisonverlauf lediglich als Außenseiter in die Begegnung gegen die Gäste aus der Bierstadt, welche aufgrund ihrer sehr starken und ausgeglichenen Besetzung als heißer Meisterschaftskandidat in der Bezirksliga I gehandelt werden. Entsprechend vorsichtig begannen die Stiftländer die Begegnung. Uwe Braunschläger an Brett sieben lieferte sich mit seinem Kontrahenten einen schwer zu durchschauenden Stellungskampf und einigte sich schließlich auf Remis. Markus Fröhlich an Brett sechs kam sehr gut aus seiner gewählten Eröffnungsvariante, konnte jedoch dann seine Positionsvorteile nicht entscheidend ausbauen und gab seine Partie ebenfalls Remis. Pavel Vitak am Spitzenbrett sah sich von Anfang an der druckvollen Spielweise seines Gegenübers ausgesetzt und musste letztendlich trotz aller Verteidigungskünste in aussichtsloser Stellung die Waffen strecken. Doch die Spielgemeinschaft gab sich noch nicht auf. Georg Wurzer an Brett fünf konnte nach einem verrückten Partieverlauf die offene Königsstellung seines Gegners zum Aufbau eines Mattnetzes nutzen, dem dieser nicht entrinnen konnte - es stand 2:2. Doch dann sollte es für die Stiftländer ganz dick kommen. Max Seebauer an Brett acht wehrte sich trotz eines Bauernverlustes hartnäckig, musste schließlich jedoch in aussichtsloser Stellung kapitulieren - 2:3. Michael Schmid an Brett vier dominierte seine Partie über weite Strecken, geriet jedoch in der entscheidenden Phase mehr und mehr unter Druck, was sein Kontrahent gekonnt zum Erfolg nutzte. Damit war der Widerstand der Spielgemeinschaft gebrochen. Claus Braunschläger an Brett drei hatte sich im Partieverlauf eine vielversprechende Stellung erarbeitet, verlor aber nach knapp fünf Stunden Spielzeit leichtfertig eine Figur und musste postwendend aufgeben. Auch Zdenek Skokan an Brett zwei hatte nicht seinen besten Tag erwischt und geriet durch das geschickte Spiel seines Gegenübers in Bauernnachteil, was dieser dann auch gekonnt zum Erfolg führte. Damit war die deutliche 2:6-Heimniederlage perfekt. Für die Stiftländer heißt es nun, in zwei Wochen in der Auswärtsbegegnung beim SC Pegnitz-Creußen wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Unentschieden zum Saisonabschluss

10.03.2002

Im letzten Spiel der Saison 2001/2002 erreichte die erste Mannschaft der Schach-Spielgemeinschaft Waldsassen/Wiesau ein leistungsgerechtes 4:4-Unentschieden beim TV 1890 Hallstadt. Damit belegen die Stiftländer nach ihrer ersten Saison in der Bezirksliga I Oberfranken mit 10:8 Punkten einen hervorragenden fünften Tabellenplatz. Die zweite Mannschaft landete bereits am vergangenen Wochenende mit dem 5,5:2,5-Auswärtssieg beim FC Marktleuthen III ihren ersten Saisonsieg in der A-Klasse Marktredwitz.

Die erste Mannschaft konnte gelassen in die Begegnung gegen die Hallstädter gehen, konnte man doch bereits am vergangenen Spieltag den Ligaverbleib sichern. Dagegen benötigten die Bamberger Vorstädter noch unbedingt einen Punkt zum Klassenerhalt, was von Beginn an für entsprechend große Spannung an den Brettern sorgte. Michael Schmid an Brett drei einigte sich mit seinem Gegenüber nach relativ kurzer Spieldauer in ausgeglichener Stellung auf Remis. Doch dann legten die Oberfranken vor: Routinier Max Seebauer an Brett acht musste seine Partie nach einem Turmverlust in aussichtsloser Position aufgeben. Als kurz darauf auch Zdenek Skokan am Spitzenbrett ungewohnte Schwächen offenbarte und nach einem leichtsinnigen Fehler ebenfalls die Waffen strecken musste, schien bereits eine gewisse Vorentscheidung gefallen. Doch die Stiftländer gaben sich noch nicht geschlagen. Uwe Braunschläger an Brett sechs befreite sich aus misslicher Position und verleitete seinen Kontrahenten nach einem Springermanöver zu einem groben Fehler, welcher schließlich zum Turm- und Partiegewinn führte. Dagegen musste sich Markus Fröhlich an Brett fünf nach einer überlegen geführten Partie aufgrund einer Nachlässigkeit in höchster Zeitnot mit einem Remis begnügen - es stand 2:3 aus Sicht der Spielgemeinschaft. Für den Ausgleich sorgte dann der kurzfristig eingesprungene Matthias Vogl an Brett sieben, der sich in beachtenswerter Weise einen Zwei-Bauern-Vorteil erspielte und diesen in souveräner Manier zum Sieg nutzte - Ausgleich. In dieser Konstellation mit den beiden verbliebenen Partien an Brett zwei und vier einigte man sich schließlich auf ein Mannschaftsremis. Somit erzielten auch Claus Braunschläger und Georg Wurzer in jeweils relativ ausgeglichenen, aber unübersichtlichen Stellungstypen Teilerfolge.

Die zweite Mannschaft erzielte am vergangenen Samstag mit dem 5,5:2,5-Auswärtssieg beim FC Marktleuthen III ihren lang ersehnten ersten Saisonsieg. Für die Gewinnpunke sorgten Robert Wiesend, Roman Leiß und Claus Jäger. Markus Fröhlich, Matthias Vogl, Max Seebauer, Markus Zielinski und Willi Fischer erreichten jeweils Teilerfolge. Die zweite Mannschaft beschließt die Saison erst am kommenden Wochenende mit der Heimbegegnung gegen Witzlasreuth.

Schachclub Waldsassen von 1985